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Berg am Laim:Antworten zum Acker

Bürgerinformation in München, 2018

Ideen für das Quartier: ein Besucher bei der Infoveranstaltung 2018 zu dem sechs Hektar großen Areal.

(Foto: Robert Haas)

Behörde beherzigt Wünsche zu Baugebiet Truderinger Straße

Von Ilona Gerdom, Berg am Laim

Sechs Hektar misst der Acker an der Truderinger Straße in Berg am Laim. Lange schon ist bekannt, dass er bebaut werden soll. Den Bebauungsplan der Stadt hatte der Bezirksausschuss (BA) Berg am Laim schon im November abgelehnt. Grund dafür war vor allem, dass sich der Bebauungsplan trotz der vielen Bürgereinwände kaum verändert hatte. In der jüngsten Sitzung spielte er trotzdem eine Rolle. Im Zentrum stand dabei die Stellungnahme des zuständigen Referats zu Anträgen aus der Bürgerversammlung im Juli 2018. Der BA-Vorsitzende Robert Kulzer (SPD), der nach der Sitzung zurücktrat, betonte, dass dies nur ein "Nebenkriegsschauplatz" sei. Der Bebauungsplan für die Fläche an der Truderinger Straße sei letztlich ein übergeordnetes Thema, das derzeit im Stadtrat verhandelt wird.

Im Entwurf des Planungsreferats ging es einerseits um einen möglichen Bolzplatz auf dem Acker an der Truderinger Straße. Der Antrag hat seinen Ursprung im örtlichen Kinder- und Jugendparlament. Aufgrund der Bebauung an der Truderinger Straße müsse der ESV München Ost seinen Fußballplatz aufgeben. Deshalb wurde gefordert, dass auf dem Baufeld an der Truderinger Straße/Schwanhildenstraße ein Bolzplatz mit festen Toren errichtet wird. Den sollten Kinder und Jugendliche auch während der Bauarbeiten nutzen dürfen. Die Grundstücke in dem Gebiet sind jedoch in Privateigentum. Die Entscheidung, ob dort ein Interimsfußballplatz entstehen wird, kann deshalb nur in Abstimmung mit den Eigentümern erfolgen. Das Referat kündigt an, die Anfrage an die Grundstückseigentümer weiterzugeben.

Außerdem entspricht die Behörde Forderungen der Bürgerversammlung zum neuen Quartier. Unter anderem wird gewünscht, die Zahl der Wohneinheiten zu senken. Diese haben sich Behördenangaben zufolge auf 820 verringert, zudem verkleinere sich die Geschossfläche um knapp 3000 Quadratmeter. Überdies habe man aufgrund des hohen Bedarfs beschlossen, dass drei Kindertageseinrichtungen entstehen werden.

Auch die Verträglichkeit des geplanten Hochhauses mit einer Höhe von knapp 47 Metern sei geprüft worden. Das Gebäude übe demnach keinen negativen Einfluss auf das Erscheinungsbild der Stadt aus; ebenso wenig seien Probleme mit der Verschattung zu erwarten. Laut Entwurf wurde ein Verkehrsgutachten erstellt und an die aktuelle Planung angepasst. Demnach falle der Verkehrszuwachs jedoch gering aus. Der BA nahm die Stellungnahme des Referats für Stadtplanung und Bauordnung einstimmig zur Kenntnis.

© SZ vom 15.02.2020
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