Band der Woche:Ascendancy

Die Metalband "Ascendancy" ist vom Status her eigentlich noch eine Schülerband. Jetzt wollen die vier allerdings auch außerhalb durchstarten. Eine Demo-EP liegt bereits vor - mit Trash Metal, schnell, energetisch und laut

Von Lisa Miethke

Die Geschichte der jungen Metalband "Ascendancy" beginnt am Städtischen Willi-Graf-Gymnasium in München. Dort waren bislang alle ihre Live-Auftritte. Davon, dass sie noch nie außerhalb der Schule auftreten sind, wollen die vier Bandmitglieder sich aber nicht entmutigen lassen. Im Gegenteil, selbst der Name Ascendancy, zu Deutsch Aufstieg, deutet schon darauf hin: Die vier Münchner wollen mit ihrer Musik mal ganz hoch hinaus.

"Flames of Agony" heißt ihre im Februar erschienene Demo-EP. Sie soll der Startschuss sein, "um den Leuten zu sagen, dass wir jetzt anfangen mit unserer Karriere, dass es losgeht mit Konzerten und Alben", sagt Gitarrist Leonardo Violo, 17. Gemeinsam machen er und seine Bandkollegen Musik, die sie als "eine Mischung aus Heavy, Speed und Thrash Metal" bezeichnen. Während Speed Metal als eine Unterart des Metal in den 1980er Jahren mit Konzentration auf ein hohes Tempo entstand, sei Thrash Metal hingegen "noch aggressiver", erklärt Leonardo. Wie das bei Ascendancy klingt? In erster Linie schnell, energetisch und laut.

Auf ihrer EP begleiten rhythmische Schlagzeug-Beats den melodisch-rauen Gesang von Philip Lainovic, 17, Sänger und Gitarrist der Band. Harmonische Gitarrensoli wechseln sich mit zweistimmigen Gitarrenläufen ab. Die Band singt über Verfolgung und Vergeltung. "Wir machen eben keinen Soft Rock", sagt Philip und grinst.

Während er und Leonardo sich vor vier Jahren durch die Schulband kennenlernten, kamen Schlagzeuger Erik Römer, 16, und Bassist Sebastian Nöller, 16, erst später dazu. Seit einem Jahr ist die Band komplett, doch die Pandemie stand ihren Proben im Jugendzentrum immer wieder im Weg. Was sie verbindet, ist die Metal-Musik. Bei ihren Schulauftritten coverten sie oft Metallica. Das sei immer gut angekommen, sagt Leonardo. Auch Bands wie Megadeth, Helloween oder Iron Maiden gehören zu ihren Inspirationsquellen. Doch wichtig sei ihnen eins: Einfach machen, was cool klingt, sagt Philip.

Was nach der Schule kommt, darüber ist sich die Band noch unschlüssig. "Auf alle Fälle erstmal nur auf die Musik konzentrieren", sagt Philip. "Ich studiere wahrscheinlich etwas in Richtung Biologie und mache nebenbei Musik", sagt Leonardo. Ein kurzer Blick zur Seite, Philip verzieht das Gesicht. "Man kann ja auch beides machen", sagt Leonardo dann. Im Hintergrund zuckt Sebastian mit den Schultern. Er will sich erst einmal auf seinen Abschluss konzentrieren.

© SZ vom 28.06.2021
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