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Aubing:Überlastete Ringautobahn

Referat sieht keine Möglichkeit, mit Pförtnerampel gegenzusteuern

Im Verkehrsfunk sind die Meldungen täglich zu hören: Stau und Blockabfertigung im Aubinger Tunnel. Die Ringautobahn A99 ist im Westen zu Zeiten des Berufsverkehrs vollkommen überlastet, mit der Folge, dass sich der Umgehungsverkehr in den Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied ergießt.

Eine Möglichkeit, diesen Zustrom zu unterbinden, wäre eine sogenannte Pförtnerampel. Solche Ampeln dienen dazu, den Verkehrsfluss in bestimmte Richtungen zu regulieren: Droht der Verkehr an der Engpass-Stelle überhand zu nehmen, schaltet die Ampel auf Rot. Freihams Straßen - und in der Verlängerung auch das Aubinger und Neuaubinger Straßennetz - wären mit einer Pförtnerampel vor zu viel Schleichverkehr bei Tunnelsperrungen geschützt.

Derzeit allerdings ist laut dem Kreisverwaltungsreferat (KVR) die Verkehrssteuerung mittels einer solchen Ampel nicht möglich. Grund ist eine bislang nicht existente Datenleitung: Nicht nur, dass die Pförtnerampel manuell geschaltet werden müsste und sowohl die Verkehrs- und Betriebszentrale der Autobahndirektion Südbayern als auch die Verkehrsleitzentrale München bei Staus andere Prioritäten haben. Es bestünde zudem die Gefahr, dass die Operatoren vergessen, das Rotlicht wieder auszuschalten.

Mit einem direkten Datenaustausch hingegen wäre ein Pförtnerampel durchaus denkbar. Denn dann würde die Schaltung automatisch erfolgen. Schritte in diese Richtung wurden bereits eingeleitet. Wann eine Verknüpfung der innerstädtischen Verkehrssteuerung mit der regionalen Verkehrssteuerung auf den Autobahnen rund um München aber tatsächlich realisiert werden kann, lässt sich laut dem KVR zeitlich nicht vorhersagen.

© SZ vom 01.07.2019 / eda
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