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Anti-Pegida-Demo in München:"Ich gehe gegen Pegida demonstrieren, weil ..."

Mehmet Scholl geht gegen Pegida auf die Straße. Er ist nicht allein. Mit bis zu 6000 Demonstranten rechnet die Stadt München. Wir haben bei Prominenten und Bürgern nachgefragt, warum sie sich am Montagabend versammeln.

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Quelle: Robert Haas

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Luise Kinseher, Kabarettistin

"... München meine Heimat ist. Wir haben eine sympathische Kultur des Willkommens, der Toleranz und des Miteinanders. Jeder, der das so sieht, ist bei der Demo dabei. Das ist doch selbstverständlich."

Die Kundgebung "Platz da! Flüchtlinge sind hier willkommen" beginnt am Montag, den 22.12.2014, um 18 Uhr auf dem Max-Joseph-Platz vor der Oper. Auftreten werden unter anderem die Kabarettisten Claus von Wagner, Max Uthoff und die Band The Notwist.

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Quelle: Alessandra Schellnegger

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Mehmet Scholl, Ex-Bayern-Fußballer

"... ich jede Form von Nationalismus ablehne!"

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Quelle: Konrad Fersterer

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Ami Warning, Sängerin

"... ich es wichtig finde, für Menschen da zu sein, denen viele schlimme Dinge widerfahren sind und die so vieles zurücklassen mussten. Sich gegenseitig zu helfen und für die Flüchtlinge einen Ort zu schaffen, wo sie nicht mehr weglaufen müssen und sich willkommen fühlen, sollte selbstverständlich sein."

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Quelle: oh

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Katjana Frisch, Fotografin

"... ich ausländerfeindliche Ressentiments nicht akzeptieren möchte."

Elyas M'Barek

Quelle: dpa

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Elyas M'Barek, Schauspieler

"... ich ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen will. München ist bunt und steht für christliche Werte wie Nächstenliebe und Menschenwürde."

Schauspielerin Brigitte Hobmeier, Ismaning, Schlosssaal, Kamingespräch der SPD

Quelle: Florian Peljak

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Brigitte Hobmeier, Schauspielerin

"... Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus und Antiislamismus in einem Land, in dem ich lebe, keine Chance haben dürfen."

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Quelle: Stephan Rumpf

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Jörg Matheisen, Informatiker

"... es wichtig ist zu zeigen, dass Deutschland nicht Pegida ist. Ich möchte durch meine Demo-Teilnahme Flüchtlinge ermutigen, nach Deutschland zu kommen, und ihnen das Gefühl geben, dass sie hier herzlich willkommen sind. Ich sehe Vielfältigkeit als Chance, die wir in unserer Gesellschaft noch viel mehr nutzen müssen."

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Quelle: dpa

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Denise Klier, Yoga-Trainerin

"... ich mich für Akzeptanz, Toleranz und Solidarität einsetzen möchte. In unserer Gesellschaft dürfen Rassismus und Rechtspopulismus keinen Platz finden."

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Quelle: oh/Christian Hartmann

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Tjark Bernau, Schauspieler

"... es gilt, rechtspopulistischen Ressentiments keinen Nährboden zu geben. `Chaoten' und ,Rattenfänger' sind nicht harmlos, und auch Nazis in Nadelstreifen sind Nazis. Weiter schäme ich mich sehr, dass mitten im satten München Flüchtlinge in den Hungerstreik treten müssen, um darauf aufmerksam zu machen, dass auch sie eine Würde besitzen. Peinlich!"

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Quelle: oh

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Sebastian Sevigniani, Wissenschaftlicher Assistent

"... es mir Angst macht, dass es beobachtbare politische Annäherungsversuche gibt zwischen rechts-konservativen Kräften, wie zum Beispiel aus der CDU/CSU, rechtspopulistischen, wie zum Beispiel aus der AfD, und offen rechtsextremen Kräften in dieser Bewegung. Damit solche Bündnisse unmöglich werden, müssen wir auf die Straße gehen."

© SZ vom 22.12.2014/bica
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