Amoklauf in München LKA: David S. hat Amoklauf seit einem Jahr geplant

+++ Amokschütze soll eigenes Manifest verfasst haben +++ Opferzahlen steigen: 35 Verletzte, davon zehn schwer +++ Unklar bleibt, ob Mobbing-Vorfälle in Zusammenhang mit der Tat stehen +++

Dramatische Szenen am Freitag in München: Der 18-jährige Schüler David S. beginnt in einem McDonald's im Nordwesten der Stadt einen Amoklauf, schießt auf dem Platz davor und später im Olympia-Einkaufszentrum um sich. Er tötet neun Menschen, verletzt 16 weitere - und versetzt ganz München in Angst, bevor er sich selbst vor den Augen von Polizisten erschießt. Die Details, soweit sie bisher bekannt sind:

  • Der Täter David S. befand sich in psychiatrischer Behandlung.
  • Warum David S. sich für jenen Tatort und jenen Tatzeitpunkt entschieden hat, können die Ermittler zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Der 18-Jährige habe sich wohl häufiger in dieser Gegend aufgehalten.
  • Bei der Tatwaffe, einer Glock 17, Kaliber neun Millimeter, handelt es sich um eine reaktivierte ("reaptierte") Theaterwaffe. Die Waffe hatte sich der Täter aus dem Darknet beschafft.
  • David S. orientierte sich bei seiner Tat außerdem am Amokläufer von Winnenden und ist selbst nach Winnenden gefahren, hat sich dort umgesehen und Fotos gemacht.
  • Er soll zudem im Internet nach dem Oslo-Attentäter Breivik recherchiert haben.
  • Die Opfer sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene.
  • Dass mehrere Jugendliche mit Migrationshintergrund zu den Todesopfern gehören, bewertet die Polizei als Zufall.

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Von Lena Jakat, Katharina Blum, Felix Hütten, Lars Langenau