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Wirtschaftszeitung:"Financial Times" verzichtet auf regionale Printausgaben

Als global aufgestellte Zeitung ist die "Financial Times" (FT) eine Ikone unter den Wirtschaftsblättern. Doch nun dampft die FT ihre Regionalausgaben in verschiedenen Erdteilen ein und konzentriert sich auf nur noch eine Printausgabe. Die freiwerdenden Resourcen sollen in den digitalen Markt gesteckt werden.

Es soll Veränderungen in den Arbeitsabläufen, eine weitere Verlagerung der Ressourcen in die Onlineausgabe und eine deutliche Erneuerung der Printversion geben: Herausgeber Lionel Barber hat die Mitarbeiter der Financial Times (FT) in einem öffentlichen Memo auf eine neue Strategie vorbereitet.

Das Wirtschaftsblatt wird demnach in der ersten Hälfte des Jahres 2014 eine neue, globale Printausgabe von London aus auf den Markt bringen. Das heißt umgekehrt, dass die Regionalausgaben, die bisher noch für Kontinentaleuropa, die USA, Asien und den Mittleren Osten erscheinen, keine Zukunft mehr haben.

Die Financial Times Deutschland (FTD), die früher dem FT-Mutterkonzern Pearson sowie dem deutschen Großverlag Gruner + Jahr jeweils zur Hälfte gehörte, war bereits Ende 2012 eingestellt worden. Allerdings hatte Pearson seine Anteile an der FTD bereits 2008 an Gruner + Jahr verkauft.

Wie Barber nun weiter mitteilte, wolle man sich in Zukunft noch stärker auf den digitalen Markt konzentrieren. Künftig werde die Printausgabe auf dem Onlineangebot aufbauen und nicht umgekehrt. Der Fokus werde stärker auf den Tag gelegt und statt Nachrichten müsse mehr "news in context" angeboten werden.

Eine Sprecherin der Financial Times wollte sich laut New York Times bislang nicht dazu äußern, ob die Neuorganisation Kündigungen von Mitarbeitern nach sich ziehen wird.