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Verlage:Oben bleiben

Ende der Wartezeit: Der "Münchner Merkur" hat einen neuen Chefredakteur. Georg Anastasiadis, der die Geschäfte schon seit März kommissarisch führte, übernimmt nun dauerhaft das Blatt der Ippen-Gruppe.

Von Katharina Riehl

Georg Anastasiadis ist neuer Chefredakteur des Münchner Merkur. Auf der Titelseite der Dienstagsausgabe vermeldet das Blatt in eigener Sache die Personalie, ein Foto zeigt Anastasiadis, 51, gemeinsam mit Verleger Dirk Ippen und Geschäftsführer Daniel Schöningh. Der neue Chef, der politisch als konservativ gilt, ist schon seit Anfang März im Amt, bisher hatte er die Geschäfte der Zeitung vertretungsweise geführt. Der Posten des Chefredakteurs war vakant geworden, nachdem der Verlag sich nach nur gut zwei Jahren von Bettina Bäumlisberger getrennt hatte. Auf Bäumlisbergers Weggang folgten unruhige Wochen, zunächst hatte es im Februar noch geheißen, ihr Vorgänger Karl Schermann würde als Chefredakteur zum Merkur zurückkehren; Schermann war zwei Jahre zuvor in Rente gegangen. Kurz darauf wurde diese Ankündigung wieder zurückgenommen - Schermann, so hieß es, wolle aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten. Für Verunsicherung in der Redaktion hatte vor einigen Wochen zusätzlich die Ankündigung gesorgt, die Lokalredaktionen von Merkur und der im selben Verlag erscheinenden Boulevardzeitung tz künftig zusammenzulegen.

© SZ vom 13.07.2016
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