Hörfunktipps:Auf in die Zukunft

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(Foto: Illustration: Christian Tönsmann)

Die besten Radiosendungen der kommenden Tage hadern mit der Gegenwart und träumen sich in bessere Welten.

Von Stefan Fischer

Hoffnung und Enttäuschung

In Baustelle Kosmos - Die phantastischen Konstruktionen des Stanisław Lem porträtiert Sven Ahnert einen der prägendsten Science-Fiction-Autoren (WDR 3, Samstag, 12.04 Uhr). Von einer Utopie erzählt Martin Mosebach in seinem Hörspiel Das Wasser in Capri: Ein Unternehmer will auf der Insel nach Trinkwasser bohren, die Bewohner sind begeistert von dem Projekt - wider besseres Wissen (HR 2, Sonntag, 16.04 Uhr). Hermann Bohlen malt sich in der zweiteiligen Satire Hahnenkampf in Quitzow die Globalisierung in einer fiktionalisierten brandenburgischen Provinz aus, also eine Zukunft, die eigentlich schon Gegenwart ist (RBB Kultur, sonntags, 14 Uhr).

Poesie und Wissenschaft

Beim Kölner Kongress des Deutschlandfunks ging es um die Frage, was passiert, wenn wissenschaftliche Forschung zum Inhalt von Kunst wird. Die Sendung Essay und Diskurs präsentiert diese Vorträge in den kommenden drei Ausgaben (DLF, sonntags, 9.30 Uhr). Zweimal hat Hans Noever die gleiche Geschichte erzählt, jeweils vor anderem Publikum, und aus diesem Material im Studio dann das Originalton-Hörspiel Der Tod meines Vaters montiert - 1973 hat er dafür den renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden gewonnen (Bayern 2, Freitag, 21.05 Uhr).

Dichtung und Wahrheit

Ein viel zu kurzes Dichterleben schildert Marc Bädorf, nämlich das des unangepassten dänisch-palästinensischen Autors Yahya Hassan (DLF, Freitag, 20.05 Uhr). Ulrike Janssen überträgt Thomas Klings Lyrik in ein Hörspiel: Vogelherdrecherche (DLF, Dienstag, 20.10 Uhr). In Traumtiefen taucht Mariana Lekys vierteilige Tragikomödie Was man von hier aus sehen kann ab (WDR 3, Montag bis Donnerstag, 19.04 Uhr). Brachial dagegen: Battle Field Eye von Edgar Lipki, ein Stück darüber, was Krieg im Zeitalter seiner medialen Direktübertragung bedeutet (DLF Kultur, Samstag, 18.05 Uhr).

© SZ
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