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Printausgabe:Magazin "Neon" wird eingestellt

Mach's neu: Der Spruch vom Cover der Neon-Ausgabe vom Mai 2018 passt nicht ganz zu den Zukunftsaussichten des Magazins.

(Foto: Neon Magazin)
  • Am 18. Juni wird die letzte gedruckte Ausgabe von Neon erscheinen.
  • Danach soll das Magazin nur noch digital zu lesen sein.
  • Die Verkäufe des Heftes waren in den vergangenen sechs Jahren drastisch gesunken.

Das Magazin Neon wird es im Sommer nicht mehr am Kiosk zu kaufen geben. Nach 15 Jahren hat der Hamburger Verlag Gruner und Jahr entschieden, sein einstiges Vorzeigeheft einzustellen. Am 18. Juni soll Neon zum letzten Mal gedruckt erscheinen. Danach wird es das Magazin nur noch digital geben, teilte der Verlag mit.

"Wir würden wahnsinnig gerne weiter ein Heft für euch machen, mit all der Leidenschaft, mit der wir es noch immer jeden Monat tun. Aber ihr seid zu wenige geworden. Denjenigen, die sich verabschiedet haben, sind nicht genügend Jüngere gefolgt", schrieb Chefredakteurin Ruth Fend in einem Abschiedsbrief an die Leser. Die heute 20-Jährigen hätten neue Lebensbegleiter gefunden - vor allem im Netz. Deshalb bleibe Neon.de erhalten und werde weiter ausgebaut. "Die gute Nachricht lautet also: Neon lebt!"

Schon lange lief es bei dem Magazin nicht mehr rund, das 2003 als Heft für "junge Leserinnen und Leser, die schon lange volljährig sind, aber ihre jugendliche Unbeschwertheit bewahren wollen" von den heutigen Chefredakteuren des SZ-Magazins, Timm Klotzek und Michael Ebert, in München gegründet worden war. Damals startete die Zeitschrift mit einer Auflage von 27 000 Exemplaren und erreichte 2011 einen Spitzenwert von durchschnittlich 237 000 verkauften Heften pro Monat.

2013 verlegte der Verlag den Sitz der Redaktion nach Hamburg, fast die Hälfte der Mitarbeiter machte den Umzug nicht mit. Mehrere schnelle Wechsel in der Chefredaktion folgten. Zuletzt soll Neon nach Verlagsangaben nur noch 58 000 Hefte verkauft haben. Die aktuelle IVW-Meldung werde ein Minus von 23 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ausweisen, so Gruner und Jahr. Das Elternmagazin Nido, das seit 2009 als Ableger erscheint, soll fortgesetzt werden.

© SZ.de/dpa/lkr/gal

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