Europäischer Fernsehsender:Streik bei Euronews

Europäischer Fernsehsender: Hier zu arbeiten, fühlte sich für Mitarbeitende an wie ein langes Erasmus: das Hauptquartier von Euronews in Lyon.

Hier zu arbeiten, fühlte sich für Mitarbeitende an wie ein langes Erasmus: das Hauptquartier von Euronews in Lyon.

(Foto: PHILIPPE DESMAZES/AFP)

Der Nachrichtensender plant den Abbau von mehr als 30 Stellen in Lyon.

Beim europäischen Nachrichtensender Euronews mit Sitz in Lyon sind Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Streik getreten. Nach Angaben eines Pressesprechers von Euronews haben etwa 13 Prozent der Belegschaft die Arbeit niedergelegt, was etwa 50 Beschäftigten entspricht, vor allem Journalisten und Technikerinnen hätten sich dem Streik angeschlossen. Der BBC-Journalist John McManus twittert, es seien doppelt so viele.

Laut Deutschem Journalistenverband (DJV) wenden sich die Streikenden gegen "miserable Arbeitsbedingungen und ständig wachsende Anforderungen der Geschäftsleitung an die Beschäftigten ohne entsprechende Bezahlung". Hintergrund ist ein geplanter Stellenabbau. Ein Sprecher von Euronews bestätigt auf Anfrage, dass von den 500 festen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen 30 bis 40 Beschäftigte der Redaktionen, der Technik und der Administration das Unternehmen verlassen werden.

Euronews begründet den Stellabbau damit, durch die Corona-Pandemie und die dadurch sinkenden Anzeigenverkäufe in eine "schwierige Situation" gekommen zu sein. Man habe versucht, die Stellenkürzungen auf ein Minimum zu begrenzen und bemühe sich um die "Entwicklung neuer digitaler Branchenbereiche", heißt es ferner. Und: "Die so geschaffenen Jobs sollen begünstigt an Mitarbeitende gehen, die ihre Anstellung im Zuge der aktuellen Kürzungen verloren haben."

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