bedeckt München 17°

Corona-Kampagne #allesdichtmachen:Gute Nacht zusammen

Hätten sich Richy Müller, Ulrich Tukur, Nina Proll, Peri Baumeister und Jan Josef Liefers (v. l., im Uhrzeigersinn) nicht in eine Spielshow von Kerner ins ZDF setzen können?

(Foto: Collage: Youtube/dpa/SZ)

Jeder muss wirklich selbst wissen, wie er seine Zeit verbringt: Zur Protestaktion #allesdichtmachen von Schauspielern gegen die Corona-Maßnahmen und warum dahinter eine viel profanere Wahrheit steckt, als man denken sollte bei dem Lärm.

Von Alexander Gorkow und Willi Winkler

Von Jan Josef Liefers wusste man bisher vor allem, dass er privat Hörzu zu Hause hat. Seit den Corona-Spots weiß man auch, wie es bei ihm und anderen Schauspielerinnen und Schauspielern zu Hause aussehen soll. Sie sind, so suggeriert die Regie, geschmackvoll eingerichtet, wenige, aber gute Möbel, viel mindspace, die Kunst dezent, auch nicht übertrieben viele Bücher. Kein Kabelsalat, kein Kindergeschrei, keine halb gegessene Pizza, keine Wäscheberge, keine Mama im Rollator, insgesamt viel Platz, umspielt allenfalls von sanfter Musik. Liefers sitzt in der Essecke einer tadellos aufgeräumten Küche, an den Vorhängen klebt keine Kinderschokolade, weit und breit auch kein Keim. Aber Liefers hat ein Anliegen: Es sind die aus den Medien bekannten "Medien", die gerade alle das Gleiche sagen.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Senta Berger im Interview
"Nichts auf der Welt ist so gefährlich wie Liebe"
Studium: Studenten in einem Hörsaal der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz
Jurastudium
Am Examen gescheitert
Schotland und Wales gegen Brexit
Brexit
Eine Lektion für Großbritannien
A little boy tries to open a window. Garden City South, New York, USA. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY CR_FRRU191112-229
Psychologie
Ich war nie gut genug
He doesn't even care; fremdgehen
Fremdgehen
"Was kommt zuerst: die Unzufriedenheit oder die Untreue?"
Zur SZ-Startseite