VIP-Klick: 50 Cent Vom Rapper zum Romancier

Neun Schusswunden hat US-Rapper 50 Cent überlebt. Kommenden Generationen will der Musikstar eine ähnlich gewaltsame Jugend ersparen - und geht deshalb unter die Schriftsteller. Thema seines Erstlingswerks: Mobbing.

In den Anfängen waren seine Raps oft brutal - es ging schließlich darum, street credibility zu beweisen. Später dann landete 50 Cent mit sexistischen Reimen Hits (Candy Shop) - oder schaffte es mit sprachlicher Schlichtheit in die Charts (In da Club). Nein, mit Verbalästhetik ist der amerikanische Rapper bislang wahrlich nicht aufgefallen. Umso mehr erstaunt, dass der 35-Jährige nun unter die Schönschreiber geht.

Geht unter die Schriftsteller: der amerikanische Rapper 50 Cent.

(Foto: dpa)

Der Musiker kündigte in einem Interview mit dem amerikanischen Rolling Stone an, einen Roman verfassen zu wollen. Das Thema des 50-Cent-Debüts ist ernst wie ambitioniert: In dem teilweise autobiografisch geprägten Werk wird es demnach um Mobbing gehen. Bereits Anfang 2012 soll Playground (deutsch: Schulhof) erscheinen, berichtet das Musikmagazin in seiner Online-Ausgabe.

Der angehende Schriftsteller hat ein hehres Ziel - er will auf Teenager einen positiven Einfluss ausüben. "Dieses Buch hätte mir beim Heranwachsen sehr geholfen", sagte 50 Cent. In einem Statement ließ der Vater eines Sohnes verlauten, er wolle vor allem ergründen, wie Kinder dazu kämen, andere zu drangsalieren.

In seinem Leben konnte der rappende Romancier, der mit bürgerlichem Namen Curtis Jackson heißt, für sein Buch reichlich Erfahrungen sammeln: Seine Jugend war von Drogen und Gewalt geprägt - insgesamt neunmal wurde 50 Cent angeschossen. "Ich habe mich auf Ereignisse aus meiner Kindheit und Jugend gestützt", teilte er mit.

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