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VIP-Klick: Bristol Palin:Du musst nicht traurig sein

Den Sieg schon fast vor Augen, musste sich Sarah-Palin-Tochter Bristol im Finale einer Tanzshow für C-Promis doch noch geschlagen geben. Immerhin: Die Konkurrentin war würdig.

Sie hatte Großes vor, wollte es allen Kritkern zeigen. Noch kurz vor dem Finale der US-Tanzshow Dancing with the Stars am Dienstagabend zeigte sich Bristol Palin, deren Mutter Sarah gerade als Galionsfigur der konservativen Tea-Party-Bewegung Schlagzeilen macht, kämpferisch: "Da hinauszugehen und zu gewinnen, würde eine Menge bedeuten. Es wäre der Stinkefinger für all die Leute, die meine Mama hassen und mich hassen."

Der Stinkefinger blieb diesen Menschen zum Glück erspart, die Jury der Tanzshow wählte Palin lediglich auf den dritten Platz. Die Juroren hatte von Anfang an nur wenig von ihren Tanzkünsten gehalten - dank des Publikumsvotums überstand sie den dreimonatigen Wettbewerb dennoch bis zum Finale.

Einziger Trost für Bristol Palin: Die Gewinnerin ist keine Unbekannte und hat ihr Tanztalent schon mehrfach unter Beweis gestellt. Die 50-jährige Schauspielerin Jennifer Grey, besser bekannt als "Baby" aus der Kult-Tanz-Schmonzette Dirty Dancing, heimste den Sieg ein - trotz Schmerzen durch einen Bandscheibenvorfall. Den zweiten Platz belegte der Schauspieler und Rapper Kyle Massey.

Vor dem Finale hatten Morddrohungen gegen Bristol Palin für Aufregung gesorgt. Die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der 20-Jährigen und ihres Tanzpartners Mark Ballas seien verschärft worden, berichtete die Promi-Seite tmz.com kurz vor dem Finale. Palin hatte demnach in der vorigen Woche einen Brief mit einem verdächtigen weißen Pulver erhalten, das sich allerdings als harmlos herausstellte.

Im Laufe der elften Staffel der Tanzshow hatte Bristol Palin immer wieder für Furore gesorgt. Nach einem Bericht der Zeitung Milwaukee Journal Sentinel wurde der 67-jähriger Rentner Steven Cowan beim Anblick von Sarah Palins Tochter so wütend, dass er seine Schrotflinte holte und auf den Fernseher feuerte. Dabei schrie er "verdammte Politik" und verfluchte den miesen Tanzstil der 20-Jährigen.

Ein anderes Mal saß die stolze Mama Sarah in kurzem Röckchen und Lederjacke als braves daumendrückendes Familienmitglied im Publikum der Tanzshow - und buhte scheinbar die Jury aus. Ein Missverständnis, wie sich später herausstellte.

© sueddeutsche.de/AFP/dapd/aro/bre
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