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VIP-Klick: Sarah Palin:Viel Buh um nichts

Ein Auftritt von Sarah Palin in der Show "Dancing with the Stars" sorgt in den USA für Aufregung. Dabei stand die Politikerin gar nicht auf der Bühne - sie wollte nur ihre Tochter "Bristol the Pistol" unterstützen.

Ulrike Bretz

Wo Sarah Palin auftaucht, ist der Ärger vorprogrammiert. Und wenn es mal keinen Ärger gibt, sorgt sie immerhin dafür, dass man sich als Zuschauer ordentlich fremdschämen kann. Selbst dann, wenn es eigentlich gar nicht um die frühere republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin geht - sondern um ihre Tochter Bristol.

Die nennt sich übrigens nur noch "Bristol the Pistol". Das liegt weniger daran, dass ihre Mutter bekennende Waffennärrin ist, sondern an ihrem Tanzstil: Die 19-Jährige geht ab wie eine Kanone. Zumindest bei ihren Auftritten beim Tanzwettbewerb "Dancing With the Stars". Bei der Sendung am Montag saß Mama Sarah in kurzem Röckchen und Lederjacke als braves daumendrückendes Familienmitglied im Publikum.

Und dann wurde doch wieder ein kleiner Skandal daraus: Bevor "Bristol the Pistol" ihre einstudierten Tanzschritte zeigen durfte, waren Jennifer Grey und Derek Hough an der Reihe. Nach der Verkündung des Jury-Urteils ertönten laute Buh-Rufe aus dem Publikum. Sekunden später wurde gezeigt, wie Moderator Tom Bergeron neben Sarah Palin in den Zuschauerreihen Platz nahm, um über deren Tochter zu sprechen. Obwohl das Publikum im Anschluss an die vagen Aussagen der stolzen Mama applaudierte, war in den amerikanischen Medien ganz schnell von Sarah Palins "Boo-Gate" die Rede.

Nun haben die Produzenten der Tanz-Sendung den Spekulationen ein Ende bereitet - sie zeigten ein Video, in dem eindeutig zu sehen ist, dass die Buh-Rufe des Publikums der Jury-Bewertung für den vorangegangenen Tanz galten. Die ganze Aufregung also umsonst?

Ja - fast. Wäre da nicht noch eine kleine Nachwehe: Ein Ermittler der Alkoholkontrollbehörde hat bei Bristols Auftritt genauer hingeschaut. Und festgestellt, dass die Tochter der US-Politikerin eigentlich gar nicht in der Bar, in der die Sendung aufgezeichnet wird, hätte auftreten dürfen - sie ist nämlich erst 19 Jahre alt. In Alaska gelten eben strenge Regeln: Um eine solche Bar besuchen zu dürfen, muss man mindestens 21 Jahre alt sein. Das hört sich nach neuem Ärger an ...

© sueddeutsche.de
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