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Tiere - Friedrichskoog:Heuler ziehen vom Quarantäne- ins Aufzuchtbecken um

Friedrichskoog (dpa/lno) - Die ersten Seehund-Heuler der Saison werden derzeit in der Seehundstation Friedrichskoog aufgepäppelt. Sie zogen am Dienstag vom Quarantänebecken ins Aufzuchtbecken um. Darunter ist auch der Heuler "Pepe", der als Frühgeburt am 14. Mai auf Hallig Hooge gefunden wurde. Er habe noch komplett das lange weiße Embryonalfell getragen, teilte die Seehundstation mit. Inzwischen wiegt "Pepe" 7,7 Kilogramm und frisst bereits kleine Fische. Er teilt sich jetzt das Becken mit "Schnuffy" (Langeneß), "Moritz" (Meldorfer Bucht), "Lara" (Büsum) und "Klabaute" (Amrum), die in den vergangenen Wochen ebenfalls in die Station gebracht wurden. Weitere Heuler befinden sich noch in Quarantäne.

Wenn die jungen Seehunde selbstständig Fisch fressen, geht es vom Aufzuchtbereich ins Auswilderungsbecken. Dort müssen sich die Jungtiere Speck anfressen: Mindestens 25 Kilogramm müssen sie auf die Waage bringen, bevor die Abschlussuntersuchung auf dem Programm steht. Im Durchschnitt blieben die Tiere den Angaben zufolge zehn Wochen in der Seehundstation. Danach werden sie wieder in die Freiheit entlassen.

Die Geburtenzeit der Seehunde im Wattenmeer hat im Mai begonnen. Im vergangenen Sommer wurden nach Angaben des Wattenmeer-Sekretariats 4576 Seehund-Babys vor Schleswig-Holsteins Küsten gezählt. In der Seehundstation mussten in der Hauptgeburtszeit 2018 nach eigenen Angaben 187 von ihren Müttern verlassene Seehundbabys aufgenommen werden. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein.