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Teenie-Stars:Der Superstar von nebenan

Als erster Profi stieß Scooter Braun, sein heutiger Manager, auf den singenden Teenie aus dem Netz. Schon bald wurden auch die R&B-Granden Usher und Justin Timberlake auf das Nachwuchstalent aufmerksam; beide wollten den musikalischen Jungspund unter Vertrag nehmen.

Studie: die unbeliebtesten Stars

Wer unsere Teenies nervt

Charismatische Teen-Stars bringen Schwung in das Musikgeschäft, das vom Drang nach Neuem lebt, von der Entdeckung neuer Gesichter. Es sind Stars wie Miley Cyrus, die plötzlich hochschiessen und innerhalb kürzester Seit Rekord-Verkäufe schaffen. Die Instant-Karriere verfliegt freilich zuweilen ebenso schnell, wie sie begonnen hat. Dann muss Nachschub her.

Mit Usher als Produzent feiert Justin Bieber große kommerzielle Erfolge. One Time kam in zehn Ländern unter die Top 30, sein Debutalbum My World erlangte nach nur zwei Monaten Platin-Status.

Vom Nachbarsjungen zum Shootingstar: Vielleicht ist es das, was Young Bieber von anderen Teenie-Idolen wie Zac Efron oder Aaron Carter unterscheidet. Er begann seine Karriere fernab großer Studios, in einer Sozialbausiedlung in einer Kleinstadt im kanadischen Ontario. Geld für Gesangsstunden oder eigene Instrumente hatten seine aus kleinen Verhältnissen stammenden Eltern nicht.

"Manchmal haben mir Freunde meiner Eltern Instrumente ausgeliehen oder geschenkt", sagte Bieber vor wenigen Wochen der Zeit. Seinen Ruhm und Erfolg verdankt er weder den großen Castingshows, noch seinem Namen. Auch nicht dem überambitionierten Ehrgeiz seiner Mutter: Sie sah in Justin ursprünglich keinen Popstar, sondern einen Pastor.

Heute singt er für Jessica Simpson, Justin Timberlake und Barack Obama persönlich. Ob der Junge aus prekären Verhältnissen es schafft, bei dieser Karriere nicht völlig abzuheben?

Trotz medienwirksamer Flirt-Attacken auf ältere Sanges-Kolleginnen wie Nicole Scherzinger oder Rihanna, trotz wilder Gerüchte über Yacht-Partys und stürmische Affären, scheint es, als wolle der gerade mal 16-Jährige versuchen, nicht die Bodenhaftung zu verlieren. "Manchmal ist es zwar komisch, wenn ich irgendwo hingehe und Tausende Leute auf mich warten," sagte Bieber kürzlich dem US-Magazin People, "aber ich denke dann immer 'Ich bin Justin'. Was ich im Moment habe, ist eine einmalige Möglichkeit im Leben, und ich fühle mich geehrt."

Soeben ist sein zweites Album, My World 2.0 erschienen, mit dem Bieber als jüngster Solokünstler seit Stevie Wonder 1963 die US-Charts anführte. Zudem warten auf den kanadischen Mädchentraum in diesem Sommer noch viele Möglichkeiten, seine Fans zu begeistern: Im Juni beginnt seine erste Welttournee.

Das Bieber-Fieber wird wird sich wohl weiter ausbreiten.