Schönheits-OPs Generation Botox

Die Botox-Gesellschaft

Als vor einigen Jahren das Phänomen der Botox-Party aus den USA nach Europa kam, reagierten viele empört. Was? Eine Veranstaltung wie eine Tupper-Party, bei der sich die Gäste ein Gift (Botulinumtoxin A) in Gesichtsmuskeln spritzen lassen, um Falten zu glätten? Unglaublich!

Längst sind solche Partys Alltag, auch Männer nehmen teil. In Großbritannien stieg die Zahl männlicher Botox-Kunden im ersten Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte, berichtet die Medizinforschungsgruppe Haley. In den USA lassen sich pro Jahr 500000 Menschen unter 34 Jahren auf die Art vorübergehend glätten, selbst 19-Jährige rücken mit Botox ersten Lachfältchen zuleibe. Ein lukratives Geschäft.

In Deutschland lassen sich immer mehr Ärzte für Botox-Behandlungen schulen. Nicht immer eine gute Idee, findet Professor Christian Gapka, Präsident der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC): "Wenn Promi-Chirurgen jetzt schon Zahnärzte auf Botox schulen, ist das katastrophal."