Schönheits-OPs Generation Botox

Männer unterm Messer

Britische Schönheitschirurgen prägten unlängst den Begriff für ein neues Phänomen: das Sarkozy-Syndrom. Es befalle Männer mittleren Alters, die sich eine deutlich jüngere Frau leisten und daher den Blick in den Spiegel nicht mehr ertrügen. Der, so schrieb der Daily Telegraph, treibe sie scharenweise in die Praxen, wo sie nicht nur straffe Lider und größere Brustumfänge forderten, sondern laut Sunday Times auch Sonderwünsche äußerten: Viele Briten, so verriet ein führender Chirurg, verlangten jetzt eine Denkerstirn wie Premier Gordon Brown sie habe.

Seriöse Ärzte lehnen solche Wünsche ab. Es gibt auch so genug zu tun: 15 Prozent der Kunden von Schönheitspraxen sind auch hierzulande heute Männer. Dass Macht eitler macht, fand Sonja Bischoff, Professorin für Betriebswirtschaft der Uni Hamburg in einer Studie heraus: Ein Drittel aller Männer, so Bischoff im Manager-Magazin, glaubten heute, dass die äußere Erscheinung entscheidend sei für die Karriere. Bei Managern mit einem Jahressalär von mehr als 100000 Euro waren es sogar 46 Prozent. Nota bene: Bei den Frauen glauben nur 29 Prozent daran.