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Putztipps:"Eine Zigarettenlänge einwirken lassen"

Das bisschen Haushalt ist kein Problem - Der Jahres-Putzplan 2017

Beim Fensterputzen wir doft zu wenig Wasser verwendet, sagt der Putzprofi.

(Foto: dpa-tmn)

Welche Stelle im Haushalt mit welchem Mittel und auf welche Art am besten gereinigt wird. Zehn Tipps vom Profi

Von Laura Hertreiter

Dirk Reker, stellvertretender Landesinnungsmeister der Gebäudereiniger Bremen-Nordwestniedersachsen. ist Profi im Putzen. Er verrrät, welche Fehler Laien bei Reinigungsarbeiten im Haushalt machen und gibt Expertentipps für zehn typische Arbeiten.

Das Telefon: Wird oft vernachlässigt. Schon nach fünf Telefonaten ist es nicht mehr richtig sauber. Deshalb empfehle ich, Telefone etwa einmal pro Woche mit einem feuchten Lappen zu wischen. Auch Handys.

Die Fenster: Werden meist mit zu wenig Wasser gereinigt. Und wenn man's richtig macht, braucht man keinen Glasreiniger. Rahmen und Falzen mit ordentlich Wasser und ein bisschen Spülmittel einseifen. Das Glas genauso mit einem frischen Schwamm reinwaschen. Dann die Scheiben mit einem Abzieher trocknen, dabei die Gummilippe nach jedem Zug trocken wischen. Zuletzt die Ränder mit einem Leinentuch trocknen.

Der Kühlschrank: Gehört einmal im Monat geputzt; das hängt davon ab, wie intensiv er genutzt wird. Desinfektionsmittel sind eine Gewissensfrage. Wenn man regelmäßig reinigt, genügt auch ein feuchter Lappen.

Der Herd: Ceranfelder werden schön, wenn man sie mit Spülmittel, dann mit Glasreiniger putzt. Spezialmittel braucht man nicht.

Der Backofen: Mit Fettlöser einsprühen, mit Stahlwolle schrubben, dann mit viel Wasser nachspülen, damit der nächste Braten nicht nach Putzmittel schmeckt.

Die Badewanne: Möchte nicht gescheuert werden, raue Schwämme und Stahlwolle zerstören die Keramikbeschichtung. In Härtefällen kann man Scheuermilch verwenden, in der Regel reicht aber ein kalklösender Sanitärreiniger.

Das Waschbecken: Sollte wie die Wanne nicht gescheuert, sondern nur mit kalklösendem Reiniger geputzt werden. Der wirkt übrigens nur, wenn man ihm Zeit gibt. Ich sage immer: Eine Zigarettenlänge einwirken lassen. Die Armaturen gehören wöchentlich geputzt, weil sie ständig in Benutzung sind.

Die Toilette: Putzt man im Idealfall täglich mit Klobürste und Lappen. Gegen die Ränder auf dem Keramik helfen auch hier Kalkreiniger und Einwirkzeit.

Der Parkettboden: Wird ohne Wasser gewischt, wenn er nicht zu sehr verschmutzt ist, weil sonst das Holz aufquillt. Lieber wachshaltige Reinigungsmilch in eine Sprühflasche füllen, damit auf dem Boden verteilen und mit dem Mopp durchwischen.

Der Teppich: Bei kurzem Nadelfilz reicht ein normaler Staubsauger, aber bei den modernen Hochflorteppichen löst sich der Schmutz in der Tiefe nur mit einem Bürststaubsauger mit Rolle vorne dran.

© SZ/olkl
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