NSU-Prozess:432 Tage

Lesezeit: 9 min

Schwurgerichtssaal A101, NSU-Prozess

Ein Raum, der einen auch verzweifeln lässt: Der Gerichtssaal A 101 im Strafjustizzentrum in der Nymphenburger Straße in München.

(Foto: Jakob Michael Berr)

Seit fünf Jahren schon läuft in diesem Raum im Münchner Strafjustizzentrum der NSU-Prozess. Unsere Autorin war an fast jedem Verhandlungstag dabei. Sie erzählt, wie das ihr Leben verändert hat.

Von Annette Ramelsberger

Wenn es wirklich ernst wird, dann ist es vorbei mit den Pressekonferenzen und den öffentlichen Auftritten. Dann werden Journalisten zu Hintergrundgesprächen geladen, wo man mehr hört, als man schreiben kann: beim Verfassungsschutz, beim Bundesnachrichtendienst, im Innenministerium. Ich saß in vielen dieser Runden, als ich von 2002 bis 2008 für die Süddeutsche Zeitung in Berlin war, zuständig für Innere Sicherheit und Terrorismus. Oft wurde in diesen Gesprächen die Frage gestellt: Gibt es eine braune RAF? Die Antwort war: Gibt es nicht. Die Rechten sind zu dumm, haben keinen Anführer. Und wenn sich so etwas anbahnt, so brüsteten sich die Experten, "dann erfahren wir das" - so umstellt seien die Radikalen von staatlichen Spitzeln.

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