40 Jahre Haarnetz-ErlassRekruten mit Rockermähne

Langhaarige Bundeswehrsoldaten waren bis zum 5. Februar 1971 undenkbar. Doch der "Haarnetz-Erlass" des Verteidigungsministeriums sorgte für Wildwuchs unterm Stahlhelm - und löste eine gesellschaftliche Debatte aus.

Langhaarige Bundeswehrsoldaten waren bis zum 5. Februar 1971 undenkbar. Doch der "Haarnetz-Erlass" des Verteidigungsministeriums sorgte für Wildwuchs unterm Stahlhelm - und löste eine gesellschaftliche Debatte aus.

Die Hippie-Bewegung brachte nicht nur Schlaghosen, Batikgewänder und Jesus-Latschen in Mode - sondern auch lange Haare bei Weiblein wie Männlein. Woran sich die Gesellschaft nur langsam gewöhnte, wollte man bei der Bundeswehr auf keinen Fall akzeptieren und so erging noch 1967 ein Erlass, der "das Tragen einer schulterlangen oder sonst feminin wirkenden Haartracht" bei Soldaten untersagte.

Bild: Sueddeutsche Zeitung Photo 8. Februar 2011, 12:422011-02-08 12:42:13 © sueddeutsche.de/jobr/bön