"Er sagt, sie sagt" zum Rauchen Aber ich bin doch nicht schwanger!

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(Foto: Yinfinity)

Sie will ein Kind. Deshalb soll er sich das Rauchen abgewöhnen. Und das Trinken. Und den Kaffee. Und überhaupt. Ein Beziehungsdrama in Dialogform.

Von Violetta Simon

Sie: Du zündest dir schon wieder eine an? Das ist jetzt bestimmt schon die zehnte. Mindestens!

Er: Ach wo, niemals. Zählst du neuerdings mit?

Sie: Ich würde es ja lieber ignorieren. Aber das ist unmöglich - so viel wie du rauchst. Kannst du es dir nicht endlich abgewöhnen?

Er: Ich versuche es doch. Seit Jahren.

Sie: Du versuchst es eben nicht ernsthaft.

Er: Woher willst du das wissen? Für mich fühlt es sich ernsthaft genug an.

Sie: Das liegt an deiner Einstellung. Du trinkst auch viel zu viel. Und dann der Kaffeee, den du ständig in dich hineinschüttest. Ganz schlecht. Mal abgesehen von dem ganzen Süßkram - und überhaupt, deiner Ernährung im Allgemeinen.

Er: Jetzt hör aber auf. Du tust ja gerade so, als würde ich mich systematisch vergiften.

Sie: Vielleicht nicht bewusst, aber das macht es nicht besser. Dir ist hoffentlich klar, dass du spätestens damit aufhören musst, wenn ich schwanger bin?

Er: Klaro, kein ... um Himmels Willen, du bist schwanger??

Sie: Nein, bin ich nicht. Noch nicht. Aber selbst wenn - ich dachte, wir sind uns einig, dass wir Kinder wollen!

Er: Äh. Ja, sicher. Aber doch nicht so plötzlich.

Sie: Wie lange brauchst du noch, um dich an den Gedanken zu gewöhnen? Seit Jahren sprechen wir davon - und jedesmal gerätst du aufs Neue in Panik.

Er: Aber doch nicht wegen unserer Familienplanung. Sondern weil ich mir dann so vieles abgewöhnen muss: das Rauchen. Das Trinken. Den Kaffee. Dabei muss ich das Kind doch gar nicht austragen.

Sie: Aber ich! Und du könntest dich wenigstens ein bisschen solidarisch zeigen - wenn ich schon auf so viel verzichte. Andere Männer tun das auch für ihre Frauen.