Theater:Sollen die Jungen an die Macht?

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König Lear; Schauspiel Stuttgart König Lear

Sie ist irre ehrlich, er wird ehrlich irre: Lea Ruckpaul als Cordelia mit Martin Schwab als Lear.

(Foto: Thomas Aurin)

Alterswürdig: Die Stuttgarter haben endlich Claus Peymann wieder und bejubeln ihn heftig für seine aktuelle Inszenierung von Shakespeares "König Lear".

Von Christine Dössel

Claus Peymann ist zurück in Stuttgart und wird für seinen "König Lear" zehn Minuten lang gefeiert, am Ende ist das Klatschen fast rhythmisch. Nur ein einzelnes Buh dringt durch. Einer geht vor dem Altmeister sogar auf die Knie. Es ist der Hauptdarsteller Martin Schwab vom Wiener Burgtheater, wie Peymann 80 Jahre alt und dessen Getreuer seit den glorreichen Anfangszeiten. Schon von 1974 bis 1979 war er mit dabei, als Peymann als Stuttgarter Schauspieldirektor das Schwabenland aufmischte und Theatergeschichte schrieb. Eine Geldspende für eine Zahnbehandlung der RAF-Terroristin Gudrun Ensslin brachte dem Theaterleiter jede Menge Ärger und Schlagzeilen ein.

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