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Theater:Reden ist das neue Schweigen

Deutschland, in Schwarz gehüllt: Die Toten kommen nicht zurück, und reden nützt gar nichts.

(Foto: Birgit Hupfeld)

Elfriede Jelineks Stück zum NSU-Prozess ist in Dortmund zu sehen.

Von Cornelia Fiedler

Was für eine bahnbrechende Wendung im NSU-Prozess, Schweigen heißt jetzt Reden. 53 Seiten umfasst die sogenannte Aussage, die Beate Zschäpe am 249. Prozesstag verlesen ließ, der Informationsgehalt ging erwartungsgemäß gegen null: Leere, Lügen und ein neues Kapitel der unglaubwürdigen Selbstinszenierung als harmlose, abhängige, unwissende Frau. Von den jetzt nachgereichten Angaben Zschäpes wurden im bisherigen Prozessverlauf viele bereits widerlegt. Und das sogar, obwohl die meisten Zeugen aus dem Neonazimilieu, wie auch vom Verfassungsschutz, von kollektiver Amnesie befallen scheinen und die relevanten Akten ja längst geschreddert sind.

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