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"Sleeping Girl" bringt Rekord-Erlös:45 Millionen Dollar für Lichtenstein-Bild

Auf dem Kunstmarkt fällt Preisrekord um Preisrekord: Nach Edvard Munchs "Schrei" hat bei einer Auktion in New York nun auch ein Werk des Pop-Art-Künstlers Roy Lichtenstein mit 45 Millionen Dollar einen neuen Höchstpreis erzielt: das "Schlafende Mädchen".

Eine schlafende Schönheit hat für einen neuen Rekord auf dem Kunstmarkt gesorgt: Das "Sleeping Girl" des Pop-Art-Künstlers Roy Lichtenstein ist in New York für fast 45 Millionen Dollar verkauft worden. Das 1964 entstandene Bild ging am Mittwochabend bei der Abendauktion von Sotheby's für 44.882.500 Dollar (knapp 35 Millionen Euro) weg.

Damit brach das Bild, dessen Wert auf 30 bis 40 Millionen Dollar geschätzt worden war, den Rekord für ein Werk des 1997 in New York verstorbenen Künstlers. Das bisher teuerste Lichtenstein-Gemälde war im November vergangenen Jahres für 43,2 Millionen Dollar versteigert worden.

"Sleeping Girl" ist ein knapp 92 Zentimeter großes quadratisches Bild, das im typischen Comicstil Lichtensteins gehalten ist. Zu sehen ist eine blonde Schönheit, die hinreißend schlummert. Wie üblich bei Lichtenstein wirkt das Bild wie der vergrößerte Schnipsel eines Comics - inklusive der Gesichtsfarbe, der rote Pünktchen auf weißem Untergrund den Anschein von rosa geben.

Eine Enttäuschung stellte allerdings der Erlös für Andy Warhols "Double Elvis" dar. Das Bild war auf 30 bis 50 Millionen Dollar geschätzt worden, doch bei 33 Millionen war schon Schluss, mit dem üblichen Aufgeld sind es 37 Millionen.

Unmittelbar nach dem Lichtenstein wurde noch ein anderes Bild für exakt denselben Preis verkauft: "Figure Writing Reflected In Mirror" gilt als eines der kraftvollsten Werke Francis Bacons. Das Bild des 1992 verstorbenen Iren - nicht mit dem englischen Philosophen gleichen Namens zu verwechseln - hing seit 1977 in einer Pariser Galerie und galt deshalb als "marktfrisch".

© Süddeutsche.de/dpa/leja/okl

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