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Nominierungen für Goldene Himbeere 2013:Wie im falschen Film

Das nennt man wohl eine Strähne, Glück ist aber nicht dabei: Die "Twilight"-Saga bleibt auch 2013 bei den Nominierungen für die Goldene Himbeere ganz vorn. Die Konkurrenz bei der Auszeichnung für mieses Kino ist wie immer hochkarätig.

Auch eine Leistung: Gleichzeitig eine der erfolgreisten und eine der am übelsten verrissenen Filmreihen aller Zeiten zu drehen. Den "Twilight"-Stars Kristen Stewart und Robert Pattinson droht wie schon des öfteren in den Vorjahren die "Goldene Himbeere" für einen besonders schlechten Kinoauftritt.

Insgesamt bekam der Streifen "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2" gleich elf Nominierungen für die Schmähpreise, unter anderem für den schlechtesten Film und die schlechtesten Haupt- und Nebendarsteller.

Die Gewinner der unbeliebten Auszeichnung werden am 23. Februar in Hollywood vorgestellt, einen Tag vor der Oscar-Gala. Die Organisatoren des Spottpreises für Kinoflops hoben bei der Bekanntgabe hervor, dass es dem fünften "Twilight"-Teil als erstem Film überhaupt gelungen sei, gleich doppelt für das schlechteste Filmpaar nominiert zu werden. Denn neben Kristen Stewart und Robert Pattinson haben auch Mackenzie Foy und Taylor Lautner Chancen.

Die Adam-Sandler-Komödie "Der Chaos-Dad" bedachten die "Razzie"-Juroren mit acht Nominierungen, auch er ist ein alter Bekannter - 2012 räumte er bei den Anti-Preisen dank seines Werks "Jack and Jill" ganz groß ab. Ein weiterer zweifelhafter Favorit ist das Science-Fiction-Spektakel "Battleship" mit sieben Nomierungen.

Auch Nicolas Cage, Eddie Murphy, Katherine Heigl und Barbra Streisand könnten eine "Himbeere" gewinnen. Dass die Stars sich den Preis persönlich abholen, kommt sehr selten vor, ist aber schon passiert: "Catwoman" Halle Berry hatte sich 2005 lachend zur schlechtesten Schauspielerin küren lassen. Sandra Bullock trat 2010 unter lautem Applaus auf die Bühne, um Spott für ihre Rolle in der Komödie "Verrückt nach Steve" einzustecken.

Die "Razzies" (kurz für Raspberry, auf Deutsch Himbeere) wurden 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscar-Verleihung ins Leben gerufen. Dem Verband gehören Filmkritiker und Kinofans an. Der Wert der mit Goldspray verzierten Himbeer-Trophäe wird mit 4,79 Dollar (etwa 3,66 Euro) angegeben.

Goldene Himbeere 2012

Herausragend schlechtes Kino

© Süddeutsche.de/dpa/ihe/feko
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