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Neuer Roman von Elena Ferrante:Abrechnung mit dem Patriarchat

Neapel

Die typischen Elemente aus Elena Ferrantes Büchern finden sich auch diesmal wieder: das neapolitanische Ambiente, Familienzwist, Freundschaft.

(Foto: Olivier Guillard/ Unsplash)

Mit einer gigantischen Inszenierung wurde Elena Ferrantes jüngster Roman veröffentlicht. Er erzählt die Entwicklungsgeschichte einer jungen Frau - und die Demontage zweier bürgerlicher Familien.

Von Maike Albath

Vielleicht sind wir längst alle Figuren eines neuen Romans. Den Elena Ferrante dann irgendwann schreiben wird, wenn sich die Aufregung ein bisschen gelegt hat und die Zeit reif ist für eine Milieustudie der 2010er-Jahre. Noch ist es nicht so weit, noch scheint sie aus sicherer Entfernung die spätkapitalistischen Werbestrategien zu beobachten, die allgemeine Medienhysterie, die ihr grundsympathischer Verlag E/O so wirkungsvoll losgetreten hat. Es geht um Aura-Bewirtschaftung, um die Verdichtung von Geheimnissen, um Täuschungen und Irrtümer. Lauter ur-ferranteske Themen, insofern hätte sie es selbst nicht besser erfinden können.

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