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Medientheoretiker:Wachstum bedeutet Vernichtung

Douglas Rushkoff

Aus dem Internet, so Douglas Rushkoff, wurde ein Prozess, der Geschäftsvorgänge automatisiert und Menschen aus der Verwertungskette eliminiert.

(Foto: Iain Marcks)

Douglas Rushkoff glaubte einst, mit der Vernetzung werde die Macht von Monopolisten gebrochen. Im Interview berichtet er nun von den weinenden CEOs des Silicon Valley.

Interview von Andrian Kreye

Es gibt kaum schärfere Kritiker als enttäuschte Visionäre. Ähnlich wie der Friedenspreisträger Jaron Lanier und der Informatiker David Gelernter gehörte der Medientheoretiker Douglas Rushkoff ursprünglich zu den Verfechtern einer digitalen Zukunft. Sein erstes Buch "Cyberia" wurde von seinem Verlag noch abgelehnt, weil die Lektoren der Meinung waren, das Internet sei nur eine vorübergehende Mode. 1994 erschien es mit zwei Jahren Verspätung, es wurde einer der Schlüsseltexte der Cyberpunk-Bewegung.

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