Nachruf auf Meat Loaf:Wie ein Heldentenor aus der Hölle

Nachruf auf Meat Loaf: Auf der Bühne kam er jedenfalls nicht aus der Puste: Meat Loaf, 1992.

Auf der Bühne kam er jedenfalls nicht aus der Puste: Meat Loaf, 1992.

(Foto: picture-alliance /)

Marvin Lee Aday nahm den Spott und machte einfach Theater draus. Zum Tod des großen Musikschauspielers und Künstlers namens Meat Loaf.

Von Joachim Hentschel

Es ging im Werk des Sängers Meat Loaf nur selten um Blut. Ab und zu zwar um Benzin, Liebesbrieftinte, Tränen und noch intimere Sekrete. Vor allem ging es aber um: Schweiß. Meat Loaf vergoss ihn auf der Bühne, literweise und gefühlt schon nach wenigen Sekunden Show-Zeit. Er sorgte dafür, dass ihm die Werwolfsmähne bald kreuz und quer im Gesicht klebte und das weiße Rüschenhemd dunkel und durchsichtig wurde. Er lief ihm beim Singen rechts und links herunter, in Strömen neben den weit aufgerissenen Augen, und nein, das ist weder indiskret noch Bodyshaming, weil er selbst einen Fetisch daraus machte.

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