Maxim Billers neuer Roman:Erst ein Hitlergruß, dann wird geweint

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Wie Berlin aussieht, was die Leute so machen? Dem großen Mitte-Zirkus stellt Maxim Biller literarische Präzision entgegen, wo es um die Beschreibung der Gegenwart geht.

(Foto: Thomas Lohnes/Getty Images)

In seinem neuen Roman porträtiert Maxim Biller einen Antisemiten, der nur manchmal einer sein möchte - und bringt auf den Punkt, woran es der Bundesrepublik fehlt.

Von Nils Minkmar

In Berlin, wo doch nach der Wiedervereinigung alles ganz neu und besser beginnen sollte, spukt es und von diesem Spuk handelt der neue Roman von Maxim Biller. Er beschreibt eine Szene von Literaten und Künstlern, Journalisten und Verlagsmenschen, die gerne in einem französischen Lokal an der Torstraße essen und trinken. Dort geschieht es: Erck Dessauer, der Protagonist des Buchs, gerät in einen Streit oder eher in einen Zustand und imaginiert, dass der erfolgreiche jüdische Autor Hans Ulrich Barsilay etwas gegen ihn ausheckt. Und dann hebt er seinen rechten Arm zum Hitlergruß.

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