Engagierte Literatur:Es ist uns kein Anliegen

B265 bei Erftstadt soll wieder freigegeben werden

Er ist ja schon da, der Klimawandel. Nur die Literatur hat ihn noch nicht bemerkt.

(Foto: Marius Becker/dpa)

Wann erscheint endlich der Roman zum Klimawandel? Okay, Gegenfrage: Warum sollen Schriftsteller mehr machen als gute Bücher schreiben?

Von Hilmar Klute

Das Reden über Literatur ist seit einiger Zeit wieder aufgeregt und aufgeladen, einerseits weil alles nur noch aufgeregt und aufgeladen ist, andererseits: weil einige Menschen derzeit wieder vieles von der Literatur fordern. Die einen möchten, dass literarische Texte mit der Sprache eine Gerechtigkeit herstellen, die wünschenswert ist, die es in der Wirklichkeit aber leider nicht immer gibt. Andere wünschen sich, dass Autoren möglichst rasch und eindeutig die Karten auf den Tisch legen, wie sie zur Genderfrage stehen, welche Kerben die Corona-Maßnahmen in ihren inneren Bildschirm geschlagen haben und ob sie auch auf die Lieferung der sortenreinen Edelhölzer für den Kamin in ihrer Schreibhütte warten oder etwa nicht. Dringend erwartet wird unterdessen auch endlich der Roman zum Klimawandel.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
neuanfang
SZ-Magazin
»Wer sich selbst kennt, hat einen riesigen Vorteil in Liebesbeziehungen«
Elderly person with a toothache; Zaehneknirschen
Pandemiefolgen
"Angst macht Stress, Stress macht Zähneknirschen"
alles liebe
Zurückweisung
"Je größer die Selbstliebe, desto schmerzlicher die Abweisung"
Corona
"Wir ermöglichen dann ein letztes Videotelefonat"
LMU Klinikum Großhadern, 2021
Auf der Intensivstation in München
"Ich dachte wirklich, ich ersticke"
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB