Kunst - Hamburg:Kunstzentrum in ehemaliger Bank in Hamburg

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Hamburg (dpa/lno) - In einer ehemaligen Bankfiliale in der Hamburger Innenstadt ist am Montag ein Kultur- und Kunstladen eröffnet worden. Die sogenannte Popup-Fläche der PostKultur GmbH umfasst auf 1200 Quadratmetern einen Verkaufsraum, eine Veranstaltungs- und Ausstellungsfläche sowie ein Café. Das Obergeschoss nutzen junge Künstler, die von der Claussen-Simon-Stiftung gefördert werden. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) sieht in dem Projekt eine Möglichkeit, durch die Corona-Pandemie frei gewordene Geschäftsräume in der Innenstadt anders zu nutzen. "Der Postkultur-Popup verbindet auf ideale Weise Kultur mit einer attraktiven kreativwirtschaftlichen Zwischennutzung", sagte Brosda.

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) appellierte an die Immobilienwirtschaft, weitere Projekte dieser Art zu ermöglichen und dabei auch "ein bisschen Underrent" (Mietminderung) zuzulassen. Die Stadt fördere die Popup Fläche aus dem Programm Frei_Fläche, das einen Neustart der Hamburger Innenstadt und der Zentren in den Bezirken ermöglichen soll.

Unternehmensgründerin Kathleen Alder begann 2020, Kulturboxen zusammenzustellen und zu verkaufen. Die Pakete enthalten Originalgrafiken, besonders gestaltete Bücher, Postkarten und CDs mit einmaligen Aufnahmen. Der Inhalt konzentriert sich thematisch auf eine Stadt wie Hamburg, Berlin oder München. Zudem gibt es Boxen für Abonnenten, die vierteljährlich etwas Neues bieten, oder spezielle Zusammenstellungen für Kinder.

Am Rande der Veranstaltung sagte Brosda mit Blick auf die jüngsten größeren Konzertereignisse in Hamburg: "Ich habe schon mit Freude gesehen, dass die Konzerte auch angenommen werden, dass Menschen keine Angst haben, ins Konzert zu gehen." Er fügte hinzu: "Das ist meine Hoffnung, dass wir nach zwei Jahren Pandemie-Beschränkungen begriffen haben, wie wertvoll solche kulturellen Ereignisse sind."

© dpa-infocom, dpa:220404-99-790658/2

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