Katharina Wagner Nicht ohne meine Familie

"Wagner macht auch gerne andere Dinge als Wagner", sagt die Festspiel-Chefin über ihre Pläne außerhalb von Bayreuth.

(Foto: Maurizio Gambarini/dpa)

Die künstlerische Leiterin der Festspiele über den perfekten Orchesterklang, das vermeintliche Hügelverbot und ihre Sicht auf "Tristan und Isolde", die Eröffnungspremiere.

Interview von Michael Stallknecht

SZ: Dem Dirigenten Arturo Toscanini wird das Bonmot zugeschrieben, dass Tristan und Isolde am Ende des zweiten Aktes schon sieben Kinder hätten, wenn sie Italiener wären. "Aber es sind Deutsche, also reden sie noch immer." Warum wird in Richard Wagners Liebesoper so viel diskutiert, Frau Wagner?

Katharina Wagner: Weil sich besonders die Hauptpersonen sehr viel zu sagen haben. Und es wird ja nicht oberflächlich über irgendetwas diskutiert, sondern es geht um Sein oder Nichtsein.

Allerdings hat das zur ...