Jonathan Lethem:Schluss mit Bananen und Rihanna

Jonathan Lethem: Wir haben doch alles, was wir brauchen, auch ohne stressige Technik, oder? Jonathan Lethem denkt es zu Ende.

Wir haben doch alles, was wir brauchen, auch ohne stressige Technik, oder? Jonathan Lethem denkt es zu Ende.

(Foto: imago stock&people)

Allen, die sich wünschen, endlich mal so richtig abzuschalten, erfüllt Jonathan Lethem mit dem Roman "Der Stillstand" einen Traum. Und das Ende der Welt erweist sich als unendlicher Spaß. Um einen kleinen Preis.

Von Andrian Kreye

In jeder postapokalyptischen Fantasie steckt eine Pastorale, die eine Sehnsucht nach der Reinheit des Urzustands und der Befreiung vom Stress der Tech-Moderne bedient. Das ist die autodestruktive Seite der Nachhaltigkeitsmoral, die bei den meisten Linken und Progressiven beim Erwachsenwerden die Identitätspolitik ablöst. Wer wäre geeigneter, daraus einen Roman zu machen, als Jonathan Lethem, Meister des ironischen Subtexts und vor allem lange Jahre Bürger jenes Teils von Brooklyn, in dem diese Lebenshaltung ihr Zentrum hat.

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