Von SZ-Autoren:Joachim Hentschel über Popkulturaustausch

Wie schnell Entertainmentkultur zum politischen Streitfaktor werden kann, darüber wurde in den vergangenen Monaten viel diskutiert. Der Paradefall liegt nur wenige Jahrzehnte zurück: Während des Kalten Krieges war der Grenzverkehr zwischen Bundesrepublik und DDR ein hochumkämpfter Komplex - aber auch ein lebendiger Kanal der Kommunikation, durch den diplomatisch brisantes Material oft erstaunlich frei fließen konnte. SZ-Feuilleton-Autor Joachim Hentschel hat nun das Buch "Dann sind wir Helden" vorgelegt, das die Geschichte des deutsch-deutschen Popkulturaustausches ebenso anschaulich wie tiefgreifend erzählt. Gespräche mit vielen Zeitzeugen und Protagonisten beider Seiten bilden die Basis für diese historische Reportage, die viele unbekannte Hintergründe und Querverbindungen aufdeckt. Und dabei auch scheinbar vertraute Episoden wie Udo Lindenbergs umstrittenes DDR-Konzert und die Straßenkrawalle rund um die Berliner 750-Jahr-Feier noch einmal neu aufrollt. Am Schluss steht die große Frage: Hat der Rock'n'Roll geholfen, die Mauer zu stürzen? Umfassender als hier wurde sie bislang noch nicht beantwortet.

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Joachim Hentschel: Dann sind wir Helden - Wie mit Popmusik über die Mauer hinweg deutsche Politik gemacht wurde. Rowohlt, Hamburg 2022. 416 Seiten, 26 Euro.

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