Japan Frühling im Wasteland

Adolf Muschg schickt in seinem neuen Roman einen Architekten in die verstrahlte Zone von Fukushima.

Von Martin Ebel

Manchem großen Autor nimmt erst der Tod die Computermaus aus der Hand. Nur wenige setzen sich wie Philip Roth mit einem "alles ist gesagt" selbst zur Ruhe. So produziert der 91-jährige Martin Walser Jahr für Jahr Buch um Buch, und der nur etwas jüngere Schweizer Adolf Muschg steht ihm darin kaum nach.

Muschgs Spätwerk, etwa seit "Kinderhochzeit", darf man "merkwürdig" in dem doppelten Sinn nennen, den das Adjektiv im Deutschen bereit hält, und der neue Roman ist vielleicht der merkwürdigste ...