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Filmtipp des Tages:Zwei Brüder, ein Trauma

In ihrem über mehrere Jahre entstandenen Dokumentarfilm "Khello Brüder" lässt die Regisseurin Hille Norden zwei Geflüchtete ihre Geschichten erzählen

Früher leuchteten die Farben auf Zakwan Khellos Bildern. Heute ist davon nicht mehr viel übrig. Nur 17 seiner Werke konnte der Kunstdozent aus Aleppo nach Deutschland retten, den großen Rest verlor er in Syriens Bombenhagel. Wenn Khello heute malt, dann vor allem in Schwarz und Grautönen. Eine lange und traumatisierende Flucht hat ihre Spuren hinterlassen. Sein Bruder Tarek, Regimekritiker und Journalist, hat Syrien bereits 2013 mit seiner Familie verlassen. Nach drei Jahren treffen sich die Brüder nun in Deutschland wieder und versuchen, Schritt für Schritt ein neues Leben aufzubauen. Die Regisseurin Hille Norden war knapp 18 Jahre alt, als sie begann, die beiden auf ihrem Weg filmisch zu begleiten. In ihrem so entstandenen Dokumentarfilm "Khello Brüder" berichtet die Kielerin nicht etwa über Geflüchtete, sondern lässt sie selbst ihre Geschichten erzählen.

Khello Brüder, Regie: Hille Norden, Di. und Mi., 12. und 13. Nov., jeweils um 18.30 Uhr, Werkstattkino, Fraunhoferstraße 9, t 260 72 50

© SZ vom 12.11.2019 / BRAU

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