Der Vorname

Adolf - so wird man seinen Sohn doch noch nennen dürfen! Der schnittige Unternehmer, um dessen angekündigten Nachwuchs es geht, findet das subversiv, der Literaturprofessor tobt rotweinschwenkend, seine Frau holt zur Besänftigung den Nachtisch aus der Küche und die Schwangere geht eine rauchen. In dem (ursprünglich französischen) Stoff über ein zerstrittenes Abendessen im Familienkreis stecken aktuelle Fragen zur Positionierung der bürgerlichen Kultur gegenüber den Neuen Rechten, und so inszeniert Sönke Wortmann ihn streckenweise auch: Wie eine erzählerisch illustrierte Anne Will-Sendung. Von Philipp Bovermann

Bild: dpa 18. Oktober 2018, 14:102018-10-18 14:10:53 © SZ vom 18.10.2018/cag