Dokumentarfilm:Das Troller-Spiel

Georg Stefan Troller, 2007

Warum ist jemand, wie er ist? Diese Frage trieb Georg Stefan Troller schon immer um.

(Foto: Anita Schiffer-Fuchs)

Georg Stefan Troller, der große Personenbeschreiber mit der Kamera, dem das Münchner Dokfest ein Denkmal setzt, über die Kunst des Fragens, die Wut des Emigranten und die Distanz des Filmemachers.

Interview von Martina Knoben

Zwischen 1200 und 1500 Interviews habe er in seinem Leben geführt, schätzt Georg Stefan Troller. Seine eigenwillige, zupackende und oft bissige Art zu fragen machte ihn bekannt. Er befragte Berühmtheiten wie Simone de Beauvoir, Woody Allen, Picasso oder Muhammad Ali, aber auch Mörder oder psychisch Kranke. 1962 begann er mit seinem "Pariser Journal", in dem er für die ARD den Deutschen Frankreich erklärte. 1971 startete im ZDF seine Sendereihe "Personenbeschreibung", deren Interviews anfangs umstritten waren, schließlich jedoch stilbildend wirkten. Im vergangenen Jahr erschien sein Erinnerungsbuch "Unterwegs auf vielen Straßen" (Edition Memoria). Das Münchner Dokfest widmet ihm in diesem Jahr die Retrospektive. Nach einem anstrengenden Tag mit Publikumsgesprächen spricht der 95-Jährige immer noch hochkonzentriert, in druckreifen Sätzen.

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