Deutscher Buchpreis:Die Romane des Jahres

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Pressefoto: Die Jury des Deutschen Buchpreises 2021

Die Jury von links nach rechts: Sandra Kegel, Anja Johannsen, Beate Scherzer, Anne-Catherine Simon, Richard Kämmerlings, Bettina Fischer und der Jurysprecher Knut Cordsen.

(Foto: vntr.media)

Die Longlist der 20 Romane, die mit dem Deutschen Buchpreis 2021 ausgezeichnet werden könnten.

Von Marie Schmidt

Die diesjährige Jury des Deutschen Buchpreises hat eine vorbildlich ausgewogene Longlist für die Auszeichnung vorgelegt, die am 18. Oktober verliehen wird. Relativ paritätisch stehen Autorinnen (9) und Autoren (11) mit ihren Büchern im Wettbewerb, auch Titel der Frühjahrs- und Herbstsaison sind in ungefähr gleicher Zahl vertreten. Ausgesucht hat die Jury aus 230 Romanen, die zwischen Oktober 2020 und dem 21. September 2021 erschienen sein müssen. Am 21. September wird auch die Shortlist mit sechs Büchern bekannt gegeben.

Eher wenig kleine Verlage stehen mit Titeln auf der Liste, aber die großen Publikumsverlage konnten ihre Kandidaten platzieren. Auch den Vorwurf, der in diesem Jahr die Jury des Leipziger Buchpreises traf, Autorinnen und Autoren diverser kultureller Hintergründe auszuschließen, muss sich diese Jury nicht machen lassen.

Nominiert sind Henning Ahrens für "Mitgift" (Klett-Cotta), Shida Bazyars "Drei Kameradinnen" (Kiepenheuer & Witsch), Dietmar Dath mit "Gentzen oder: Betrunken aufräumen" (Matthes & Seitz), Franzobels "Die Eroberung Amerikas" (Paul Zsolnay), Georges-Arthur Goldschmidt mit "Der versperrte Weg" (Wallstein), Dana Grigorcea für "Die nicht sterben" (Penguin), Norbert Gstrein und "Der zweite Jakob" (Hanser), Dilek Güngör mit "Vater und ich" (Verbrecher), Monika Helfer mit "Vati" (Hanser), Felicitas Hoppes "Die Nibelungen" (S. Fischer), Peter Karoshi mit "Zu den Elefanten" (Leykam), Christian Krachts "Eurotrash" (Kiepenheuer & Witsch) - Thomas Kunst für "Zandschower Klinken" (Suhrkamp), Gert Loschütz mit "Besichtigung eines Unglücks" (Schöffling), Yulia Marfutova für "Der Himmel vor hundert Jahren" (Rowohlt), Sasha Marianna Salzmann für "Im Menschen muss alles herrlich sein" (Suhrkamp), Mithu Sanyals "Identitti" (Hanser), Ferdinand Schmalz mit "Mein Lieblingstier heißt Winter" (S. Fischer), Antje Rávik Strubels "Blaue Frau" (S. Fischer) und Heinz Strunk mit "Es ist immer so schön mit dir" (Rowohlt).

Der Jury des von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergebenen Preises gehören traditionell sowohl Literaturkritiker und Veranstalter, als auch Buchhändler an. Sie wird in jedem Jahr neu zusammengesetzt und besteht in diesem Jahr aus Bettina Fischer, der Leiterin des Literaturhauses Köln, Anja Johannsen, die das Literarische Zentrum Göttingen führt, Richard Kämmerlings, Kritiker der Welt, Sandra Kegel, Feuilletonchefin der FAZ, Beate Scherzer, Buchhändlerin bei "Proust Wörter + Töne" in Essen und Anne-Catherine Simon, Kritikerin der österreichischen Presse.

Der Deutsche Buchpreis ist mit 25000 Euro dotiert, die fünf Finalistinnen und Finalisten erhalten jeweils 2500 Euro. Jeweils zu Beginn der Frankfurter Buchmesse vergeben, positioniert sich diese Auszeichnung als die mit der größten öffentlichen Aufmerksamkeit im deutschsprachigen Raum. Im Jahr 2020, in dem der Preis wegen der Coronapandemie nur in stark verkleinertem Rahmen überreicht werden konnte, wurde Anne Weber für ihren Versroman "Annette, ein Heldinnenepos" (Matthes & Seitz) geehrt.

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