Dennis Duncan: "Index, eine Geschichte des. Vom Suchen und Finden":Wie hat man eigentlich vor Google irgendwas gefunden?

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Dennis Duncan: "Index, eine Geschichte des. Vom Suchen und Finden": Als abstraktes Prinzip, um Begriffe zu ordnen und wiederzufinden, ist ein Alphabet schon mal nicht schlecht.

Als abstraktes Prinzip, um Begriffe zu ordnen und wiederzufinden, ist ein Alphabet schon mal nicht schlecht.

(Foto: Christopher Hall/imago images)

Dennis Duncan erzählt unterhaltsam, was für eine Revolution das Register in Büchern für das Lesen war.

Von Lothar Müller

Es steht ganz allein neben dem Haupttextblock am rechten Seitenrand und sieht aus wie ein großes J. Aber es ist kein Buchstabe, es stellt die Ziffer 1 dar. Es ist die erste gedruckte Seitenzahl. Zu finden in einer Predigt eines Kölner Kartäusermönches aus dem Jahr 1470. In Dennis Duncans Buch "Index, eine Geschichte des" hat das leicht verschmierte Zeichen einen großen Auftritt. Denn es markiert eine historische Zäsur. Der Buchdruck war noch jung, keine 20 Jahre alt, aber schon nahm der Prozess der Standardisierung Fahrt auf: Die Buchseiten wurden stabil, die Paginierung ließ sich in ein verlässliches Navigierungssystem einfügen. Wer in einem Buch eine bestimmte Stelle suchte und deren Seitenzahl wusste, blätterte nicht im Ungefähren, sondern zielgerichtet auf einen exakten Ort hin.

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