Missbrauchsskandal in Dänemark:Zerstörtes Heiligtum

Missbrauchsskandal in Dänemark: Die Fassade des neuen Konzerthauses des DR in Ørestad wirkt transparent - im Sender herrschte aber lange eine Unkultur der Vertuschung.

Die Fassade des neuen Konzerthauses des DR in Ørestad wirkt transparent - im Sender herrschte aber lange eine Unkultur der Vertuschung.

(Foto: Alamy / John Peter Photography/mauritius images)

Der Mädchenchor des Dänischen Rundfunks ist der Stolz des Landes. Nun berichten ehemalige Sängerinnen von einem Jahrzehnte währenden Klima der sexuellen Übergriffe.

Von Kai Strittmatter, Kopenhagen

Man muss um den Status des DR-Mädchenchors als dänisches Beinahe-Nationalheiligtum wissen, wenn man verstehen will, wie groß der Schock war, den die Nachrichten dieses Sommers ausgelöst haben. 50 junge Frauen zwischen 16 und 22 Jahren, die besten Sängerinnen ihres Alters, eine Elite ihres Fachs, in ihrer Heimat bewundert wie sonst junge Spitzentänzerinnen und angehende Profi-Fußballer. Den Mädchenchor des Dänischen Rundfunks (DR) gibt es seit 1938, und er ist heute einer der besten Mädchenchöre der Welt. Retterinnen des dänischen Liedschatzes hat man sie genannt, als Botschafterinnen um die Welt geschickt, auf Tourneen nach China, Japan, Südafrika.

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