Geprägt durch die langjährige politisch motivierte Verbannung seines Vaters Ai Qing, der einer linken Künstlergemeinschaft angehörte, lehnte es auch der 1957 geborene Ai Weiwei (hier 2009 vor seinem damaligen Studio) schon als junger Mann ab, unter staatlicher Überwachung künstlerisch aktiv zu sein. 1979, als er an der Pekinger Filmakademie studierte, gründete er die Künstlergruppe "Stars Group", die regimetreue Propagandakunst ablehnte. Von 1981 bis 1993 lebte er in den USA, vor allem in New York, wo er sich mit Performance und Konzeptkunst beschäftigte, und schloss dort ein Designstudium ab. Danach kehrte er wegen einer Erkrankung seines Vaters nach Peking zurück, wo er seitdem im Kunstbezirk Dashanzi lebt. 1994 gründete er die Galerie China Art Archives and Warehouse für experimentelle Kunst in Peking. Obwohl das regimekritische Werk des Konzeptkünstlers, Bildhauers und Kurators provokativ und grenzüberschreitend wirkt, betont Ai immer wieder die tiefe Verbundenheit zu seiner Heimat, für die er kämpft. Dieses Engagement zeigte sich auch in einem seiner Architekturprojekte:

Bild: AFP 5. April 2011, 11:552011-04-05 11:55:44 © sueddeutsche.de/dato/kar/rus