Biennale der Fotografie:Ende der Zeugenschaft

Lesezeit: 6 min

Die groß angelegte Biennale der Fotografie in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen fragt nach der Zukunft des Mediums, das am eigenen Erfolg zugrunde zu gehen droht.

Von Bernd Graff

Knallblau ist das Meer auf dem Bild, spiegelglatt, es muss ein herrlicher Sommertag sein. Leicht versetzt von der Bildmitte dümpelt in dem Riesenurlaubsmeer aber dieses Schlauchboot, sechs bis acht Körper erkennt man darauf, im Nacken jedes Kopfes ein orangefarbener Wulst. Schwimmwesten. Dieses Boot ist auch viel zu klein für die Passagiere. Sofort ist klar: Das hier ist eine mittlerweile tief in die kollektive Wahrnehmung eingebrannte Szene, die Ikone eines Flüchtlingsboots auf dem Mittelmeer. Doch etwas stimmt hier nicht: die Perspektive, aus der dieses Bild gemacht wurde. Die Kamera muss hoch über diesem Boot gewesen sein, sie scheint darüber zu schweben.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Haushaltshelfer
Leben und Gesellschaft
Die besten Haushaltshelfer
Esther Perel
Esther Perel im Interview
"Treue wird heute idealisiert"
Oktoberfest 2022: Opening Day
Beobachtungen zum Oktoberfest
Die Wiesn ist in diesem Jahr irgendwie anders
Photovoltaik
Was Mini-Kraftwerke auf dem Balkon bringen
Kann man Selbstdisziplin lernen? Wendy Wood im Interview
Psychologie
Kann man Selbstdisziplin lernen?
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB