Bibliothek ungelesener Bücher:"Den fünften Platz teilen sich Marx und Hitler"

Julius Deutschbauer

Julius Deutschbauer in seiner Bibliothek der ungelesenen Bücher, mit der er oft auf Reisen geht - hier in Stuttgart im Herbst 2020.

(Foto: Andrea Maurer)

Ist es schlimm, Bücher jahrelang im Regal stehen zu lassen? Nein, findet der Künstler Julius Deutschbauer - und befragt Menschen zu Werken, die sie nie gelesen haben. Ein Gespräch über die Lüge des Gelesenhabens und Dampfbügeln im Lesezirkel.

Interview von Alex Rühle

Winterkälte, Dunkelheit und nächtliche Ausgangssperre. Ideale Bedingungen, um abendelang zu lesen. Man tut es dann aber doch nicht so oft. Und dieses eine dicke Buch, das man eigentlich seit Jahren endlich in Angriff nehmen will, das wird am Ende wieder nicht gelesen. Warum eigentlich nicht? Andererseits: Ist das so schlimm? Ist es nicht vielleicht sogar schöner, einige Werke ein Leben lang ungelesen im Schrank stehen zu haben? Der Wiener Künstler Julius Deutschbauer befragt seit 1997 Menschen nach ihren ungelesenen Büchern und kauft im Anschluss die besprochenen Titel. Mittlerweile ist seine "Bibliothek ungelesener Bücher" auf mehr als 800 Werke angewachsen.

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