Barbara Cassin: "Nostalgie":Überwältigendes, bittersüßes Gefühl

Lesezeit: 5 min

Coronavirus - Frankreich

Wie könne es sein, fragt die aus Paris stammende Cassin, dass sie sich auf Korsika zu Hause fühle? Wilde Kühe am Strand nahe Porticcio auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika.

(Foto: Pascal Pochard-Casabianca/dpa)

Wie kann sich ein Ort plötzlich vertraut anfühlen? Die französische Philosophin Barbara Cassin hat einen famosen Essay über die moderne Empfindung schlechthin geschrieben: "Nostalgie" führt zu einer brisanten Pointe.

Von Jens-Christian Rabe

Die Nostalgie gehört zu den Empfindungen, vor denen man auch dann nicht sicher ist, wenn sie einem eigentlich vollkommen fernliegen, weil man ganz bewusst ein modernes Leben führt. Der anhaltende Retrokult ist kein Zufall. Womöglich ist man für die Nostalgie sogar besonders anfällig, wenn sich für das eigene Dasein - so einst Joachim Ritters lakonische Definition des moderne Lebens - die Zukunft von der Herkunft gelöst hat.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Zuhören
Leben und Gesellschaft
»Nur darauf zu warten, selbst zu erzählen, tötet jede Kommunikation«
Deniz Yücel im SZ-Interview
"Der PEN wird dominiert von einem Haufen Spießern und Knallchargen"
Reden wir über Geld
"Wem zum Teufel soll ich jemals dieses Zeug verkaufen?"
Umarmung
Psychologie
"Verzeihen ist wichtig für die psychische Gesundheit"
Mandy Mangler
Intimgesundheit
"Nennt eure Vulva so oft wie möglich beim Namen"
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB