Krieg in der Ukraine:Banksy sprüht jetzt auch bei Kiew

Krieg in der Ukraine: Dieses Wandbild in Borodjanka taucht inzwischen auch in Banksys Instagram-Account auf - ein Zeichen für seine Urheberschaft.

Dieses Wandbild in Borodjanka taucht inzwischen auch in Banksys Instagram-Account auf - ein Zeichen für seine Urheberschaft.

(Foto: Ed Ram/Getty Images)

Ein Handstand an der Mauer eines zerstörten Gebäudes in Borodjanka: Der weltberühmte Street-Art-Künstler hat im Kriegsgebiet ein Werk hinterlassen. Und womöglich noch weitere.

Der weltberühmte Street-Art-Künstler Banksy hat sich offenbar in der Ukraine verewigt. Auf seinem Instagram-Kanal veröffentlichte er am Freitagabend ein Bild von einem Werk auf einem zerstörten Haus in der stark verwüsteten Stadt Borodjanka. Auf der grauen Wand macht ein Mädchen scheinbar auf Trümmern einen Handstand.

Die Veröffentlichung auf Banksys Instagram-Kanal gilt normalerweise als Zeichen, dass er ein Werk als sein eigenes bestätigt. Seine Identität ist bis heute unbekannt.

Krieg in der Ukraine: Ein weiteres Werk auf einer Ruine in Borodjanka: Ein Kind besiegt eine Gestalt, die an Putin erinnert, in dessen Sportart Judo. Ob es von Banksy geschaffen wurde, ist unklar.

Ein weiteres Werk auf einer Ruine in Borodjanka: Ein Kind besiegt eine Gestalt, die an Putin erinnert, in dessen Sportart Judo. Ob es von Banksy geschaffen wurde, ist unklar.

(Foto: Ed Ram/Getty Images)

Die Kleinstadt Borodjanka liegt etwa 30 Kilometer nordwestlich von Kiew. Russische Truppen hatten die Stadt kurz nach ihrem Überfall auf die Ukraine besetzt, zogen sich dann aber Anfang April von dort wieder zurück.

Auch in der Vergangenheit ist Banksy bereits in Krisengebieten unterwegs gewesen, unter anderem im Westjordanland. In der Ukraine sind weitere Werke aufgetaucht, die an seinen Stil erinnern. Ob sie von ihm stammen, ist aber nicht sicher.

Krieg in der Ukraine: Eine tanzende weibliche Gestalt auf einer Wand im ebenfalls stark zerstörten Irpin, einem Vorort von Kiew.

Eine tanzende weibliche Gestalt auf einer Wand im ebenfalls stark zerstörten Irpin, einem Vorort von Kiew.

(Foto: Ed Ram/Getty Images)

Wer immer sie geschaffen hat: Was die Graffiti gemeinsam haben, ist eine hoffnungsvolle, selbstbewusste Bildsprache, die vor dem Hintergrund der Zerstörung besonders intensiv wirkt. Auf einem Bild wirft ein Kind eine Gestalt, die dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mindestens sehr ähnelt, beim Judo zu Boden, anderswo tanzt eine Figur mit kerzengerader Haltung.

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