Documenta-Skandal:Antisemitismus und Kitsch

Lesezeit: 4 min

Documenta-Skandal: Abgehängt: Das Bild "People's Justice" ist mittlerweile weg. Es war in seiner fatalen Symbolik längst global verständlich.

Abgehängt: Das Bild "People's Justice" ist mittlerweile weg. Es war in seiner fatalen Symbolik längst global verständlich.

(Foto: Uwe Zucchi/dpa)

Die Judenfeindlichkeit grassiert seit eh und je, wenn es um die gefühlige Ausbeutung ökonomischer Problemlagen geht.

Gastbeitrag von Volker Weiß

Der Skandal mit den antisemitischen Motiven auf der Documenta Fifteen offenbart nicht nur die politische Ignoranz der Verantwortlichen. Er legt große Lücken im Verständnis offen, wie Antisemitismus eigentlich funktioniert. Die Erklärung von Generaldirektorin Sabine Schormann, die von verletzten Gefühlen, den Belangen des "globalen Südens" und dem "Respekt für die Unterschiedlichkeit der kulturellen Erfahrungsräume" spricht, geht an der eigentlichen Problematik vorbei. Bisher konnten auch weder Künstler noch Management den Beweis bringen, auf welche besonderen indonesischen Traditionen sich die Kombination von Schläfenlocken und SS-Runen, von Davidstern und Schweinekopf beziehen soll.

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