Schönheit und Geld haben so ihre Geschichten miteinander. Gerade in Rom. Hier ist eine: Vor etwa vierzig Jahren beantragte Fürst Alessandro, Oberhaupt der römischen Familie Torlonia, eine Genehmigung zur "Ausbesserung des Daches" am Palazzo Torlonia im Stadtteil Trastevere, einem der vielen Besitztümer der einstigen Bankiersfamilie. Unter dem Deckmantel der Dacharbeiten wandelte der vornehme Mann den Palast aus dem 17. Jahrhundert in diverse kleine, lukrative Mietwohnungen um. Und die Marmorstatuen, die bei diesem Vorhaben störten, stellte er kurzerhand in den Keller. Was er da unten an Kunst eng zusammenpferchte, das war aber kein Plunder, sondern eine der bedeutendsten Antikensammlungen in privatem Besitz auf der ganzen Welt.
Antike Kunst in PrivatbesitzKeller oder Kapitol
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Die römische Familie Torlonia besitzt eine der wichtigsten Antikensammlungen der Welt - und hielt sie lange unter Verschluss. Nun wird sie wieder zugänglich gemacht.
Von Johan Schloemann
