Ratgeber Für jeden Typ die richtige Strategie

Suchen Sie einen Job? Oder wollen Sie nur locker Kontakt halten? Ein paar Tipps - je nach Lebenslage.

Von Larissa Holzki

Berufliche Netzwerke bieten viele Chancen. Unter einer Voraussetzung: Die Mitglieder wissen, was sie dort wollen, und verhalten sich entsprechend. Hier einige Tipps - je nach Lebenslage.

Level 1: Die Lebensläufer

Illustration: imago; Bearbeitung SZ

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Zu dieser Gruppe gehören typischerweise Berufsanfänger, die sich auf dem Arbeitsmarkt erst mal umschauen - und auch gefunden werden wollen. Ein Personaler, der ihre Bewerbung liest und ihren Namen googelt, soll möglichst direkt auf einer Karriereplattform landen und darüber das Interesse an ihrem Facebookprofil verlieren. Die Hoffnung, ohne eigene Bewerbung aufgespürt zu werden, ist je nach Ausbildung und Arbeitsmarktsituation berechtigt. Entscheidend ist dann das Profil: Beschreiben Sie aktuelle und bisherige Tätigkeiten genau, nennen Sie Beispiele für Projekte und orientieren Sie sich bei der Wahl der Schlagworte an Ausschreibungen für Stellen, die Sie interessieren. Am besten versetzen Sie sich in diejenigen, die Sie finden sollen: Was geben sie in eine Suchmaschine oder die Suchleiste im Netzwerk ein? Sollten Sie zu den Lebensläufern gehören, nehmen Sie vor allem Kontakt zu Absolventen Ihres Studienfachs auf und fragen Sie nach Erfahrungen beim Berufseinstieg. Darüber können sich neue Kontakte ergeben. Schreiben Sie auch Menschen in Unternehmen an, für die Sie sich interessieren und über die Sie mehr wissen wollen.

Level 2: Die Kontaktpfleger

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Studium, Praktika und der erste Job liegen hinter ihnen, die Kontaktpfleger haben in ihrer Laufbahn schon ein paar Kollegen kommen und gehen sehen. Ob sie sich aus sozialen oder beruflichen Motiven vernetzen wollen, verschwimmt. Für ihre Netzwerkstrategie ist das auch nicht entscheidend: Sie sollten sich nicht darauf verlassen, dass sie Kontakte bei Bedarf gespeichert haben, sondern sich um sie kümmern. Geburtstage, Jobwechsel und interessante Beiträge, die über die Plattform mitgeteilt werden, können ein Anlass sein, Grüße, Gratulationen und Fragen zum neuen Job oder nach alten Kollegen zu versenden. Das fördert die freundschaftliche Beziehung. Ergibt sich daraus unerwartet eine Möglichkeit zur Zusammenarbeit, sprechen manche von Zufall - andere von effektivem Netzwerken. Kontakte, an denen sie nicht mehr interessiert sind, sollten sie einmal im Jahr löschen. So behalten sie den Überblick. Kontaktpfleger sollten nicht vergessen, ihr berufliches Profil aktuell zu halten (siehe Level 1) und sehr alte Stationen zu löschen. Schließlich sollten sie davon ausgehen, dass auch ihre Kontakte sich für ihren Werdegang interessieren und vielleicht ein passendes Angebot haben.

Level 3: Die Netzwerkprofis

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Ein klassischer Netzwerkprofi ist der selbständige Coach. Er ist stets auf der Suche nach Kunden und muss sich von der Masse der Berater abheben. Von ihm können Jobsuchende, Projektarbeiter und andere Unternehmer lernen: Auf dem Profil sind Arbeitsproben und Referenzen verlinkt und Blogbeiträge zu seinen Spezialthemen zu lesen, über die er mit anderen Nutzern diskutiert. Die Fotos sind professionell. Netzwerkprofis sollten aufpassen, dass sie ihre Themen und nicht ihre Person in den Vordergrund stellen, damit sie nicht aufdringlich wirken. Beim Vernetzen sollten sie sich nicht verzetteln: Begeisterte Kunden, Partner und Auftraggeber, an die sie sich erinnern und zu denen sie Kontakt halten, sind bessere Werbeträger als Kontakt Nummer 1377. Wichtig für Jobsuchende: Netzwerke muss man in guten Zeiten aufbauen, um in schlechten zu profitieren (siehe Level 2).

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